- Unternehmensprofil Texas Instruments – Marktführer bei analogen Halbleitern
- Die letzten Texas Instruments Quartalszahlen Dezember 2025
- Texas Instruments Aktie Prognose 2026
- Texas Instruments Aktie Levermann Analyse: Wichtige Kennzahlen
- Bewertung der Texas Instruments Aktie
- Texas Instruments Aktie in 2026 kaufen?
Inmitten des KI-Hypes an den Börsen entwickelte sich der Halbleiterbereich für Investoren besonders erfreulich. Dabei finden die Hersteller von analogen Schaltlösungen deutlich weniger Beachtung als die Hersteller der AI-Chips.
Dieser Markt soll sich unter anderem im Hinblick auf selbstfahrende Autos, Industrie 4.0, IoT, Smart Home und Medizintechnik um jährlich 5 bis 6 Prozent weiter vergrößern.
Profiteur könnte der größte Anbieter von analogen Mikrochips, Texas Instruments (ISIN US8825081040), sein.

Quelle: Texas Instruments Aktie Kurschart 5 Jahre
Wir haben diese Aktie bereits vor rund 5 Jahren inmitten des Corona-Tech-Hypes schon einmal vorgestellt (Texas Instruments Aktie: Gewinner des Chip-Mangels).
Seit der damaligen Analyse konnte das amerikanische Wertpapier nur wenige Prozente zulegen und ist seit dieser Zeit technisch gesehen in einem engen Trendkanal gefangen. Die Performance liegt also deutlich hinter den Indizes und ist für Investoren wenig zufriedenstellend.
Wir schauen uns die jüngsten Entwicklungen beim Halbleiterriesen an und wagen einen Ausblick.
Kann Texas Instruments sein Wachstum wieder beschleunigen?
Wie wurde das Kapital in den letzten Jahren eingesetzt?
Welche Herausforderungen müssen die Amerikaner bewältigen?
Los geht es mit der Texas Instruments Aktienanalyse.
💡 Das Wichtigste in Kürze
- Marktführer bei analogen Halbleitern
- Hohe Investitionen in den letzten Jahren sollen neues Wachstum schaffen
- Stetiges Dividendenwachstum und Aktienrückkäufe
- Stagnierende Cashflows
Unternehmensprofil Texas Instruments – Marktführer bei analogen Halbleitern
Wer kennt nicht die Taschenrechner von Texas Instruments aus der Schulzeit? Die in fast jedem Klassenzimmer verwendeten Taschenrechner der Amerikaner werden weiterhin produziert. Allerdings ist der Umsatzanteil mit 2 Prozent nur ein geringer Teil des Geschäftes. Aber er ist symbolisch für die Produktpalette der Texaner und ihr Geschäftsmodell.
Seit vielen Jahrzehnten ist Texas Instruments der Marktführer für sogenannte analoge Halbleiter. Dies sind integrierte Schaltkreise (Integrated Circuit = IC), die im Vergleich zu ihren hochkomplexen Verwandten aus dem KI-Bereich leichtere Aufgaben übernehmen. Dies kann der Betrieb in einem Taschenrechner sein, die Beleuchtung in einem Auto, das Ein- und Ausschalten einer elektrischen Zahnbürste, die Lautstärkeregelung im Smartphone und vieles mehr.

Quelle: Texas Instruments 2024 Annual Report
Kurzum: Analoge Chips kommen dort zur Anwendung, wo die Größe und Leistung des Halbleiters eine etwas untergeordnete Rolle einnehmen.
Deshalb entwickelt Texas Instruments seine Chips auch nicht für den Nanometerbereich, wie zum Beispiel AMD (Advanced Micro Devices) oder Branchenprimus Nvidia, sondern im Bereich zwischen 300 Millimeter und 400mm.
Während KI-Chips für Hochleistungsrechenzentren gebaut werden und die führenden Unternehmen für ihre Halbleiter sehr hohe Preise verlangen können, sollen analoge Chips dagegen möglichst günstig entwickelt, produziert und geliefert werden.
Aus diesem Grund hat Texas Instruments seine Produktion von 200mm Wafern (Silizumscheiben, die für die Erstellung von Halbleitern als Grundstoff benötigt werden) auf 300mm Wafer umgestellt. Durch diese Umstellung konnten die Herstellungskosten um 40 Prozent gesenkt werden.
Diese reduzierten Kosten könnten die Amerikaner dann in geringeren Preisen an ihre rund 100.000 Endkunden weitergeben und so die verkauften Volumen erhöhen.
Dies könnte Texas Instruments in einem fragmentierten Sektor durch Skaleneffekte einen Wettbewerbsvorteil ermöglichen. Aktuell hält das Unternehmen rund 18 Prozent Marktanteil.
Über 80000 verschiedene Produkte gehören zum Angebot der Texaner. Mit zusammen circa 70 Prozent Anteil am Gesamtumsatz liegt der Fokus auf den Bereichen Automotive und Industrie.
Hier erstreckt sich das Angebot von Schaltlösungen für Infotainment-Systeme über Fahrerassistenzsysteme zu Fahrzeugbeleuchtung und Sicherheitswarnsystemen. Im Industriebereich ist Texas Instruments in den Bereichen automatisierte Produktion vertreten und bietet außerdem Chips für die Energie-Infrastruktur und für Robotik an. Auf 20 Prozent Anteil kommen Halbleiter für Elektrogeräte (Personal electronics), wie Computer, TV, Handys, Konsolen, Drucker und viele weitere. Hier liegt der Schwerpunkt auf kabellosen Schaltlösungen wie WiFi oder Bluetooth.
Um sich weiter zu diversifizieren, haben die Amerikaner kürzlich Silicon Labs für 7,5 Milliarden Dollar übernommen. Dieses Unternehmen stellt ICs für kabellose Geräte her.
Das Produktangebot ist also breit diversifiziert und Texas Instruments nicht von einem Bereich besonders abhängig.
Allerdings gelten die Sektoren Automotive und Personal Electronics als besonders konjunktursensibel.

Quelle: Texas Instruments Aktie KI-Insider
Produziert werden die Chips von TI nicht nur in den USA, sondern auf der ganzen Welt. Texas Instruments hat Standorte in Deutschland (bei München), Japan, Taiwan, Mexiko, Indien, Singapur, Malaysia und den Philippinen.
Dies ermöglicht es den Amerikanern, die Lieferkosten möglichst gering zu halten, da die Logistikrouten auf allen relevanten Kontinenten kurz sind.
Umsatzmix Texas Instruments - Fokus auf Analog und USA
Der Umsatz von Texas Instruments setzt sich aus den Bereichen Analog, Embedded und Other zusammen. Er lag 2025 bei insgesamt 17,68 Mrd. Dollar. Mit einem Anteil von rund 80 Prozent dominieren die analogen Halbleiter. Dieses Segment konnte auch ein Umsatzwachstum von 15 Prozent auf 14 Mrd. Dollar vorweisen.
Das operative Ergebnis (EBIT einfach erklärt) erreichte eine Steigerung um 17 Prozent auf 5,4 Mrd. Dollar.

Quelle: Q4 2025 Texas Instruments
Anders dagegen das Bild bei den beiden anderen Bereichen. Die eingebetteten Schaltkreise kommen auf rund 2,7 Mrd. Dollar Umsatz und eine Steigerung von 6 Prozent. Das EBIT lag hier mit 304 Mio. Dollar allerdings 14 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Eingebettete Chips können intelligente Schaltlösungen sein, die zum Beispiel eine Aufgabe in der Motorsteuerung eines Autos übernehmen oder als Inverter in einem Elektroauto fungieren, um den Batteriestrom in Motorleistung umzuwandeln.
970 Mio. generierte der Bereich Other. Dazu gehören Halbleiter für zum Beispiel die Beleuchtung eines Screens, die berühmten TI-Taschenrechner oder Chips für die Raumfahrt oder die Verteidigungsindustrie. Dieses Segment konnte 3 Prozent Umsatzwachstum betragen.
Das Betriebsergebnis lag allerdings bei lediglich 307 Mio. Dollar. Dies war ein Rückgang um 39 Prozent.
Geografisch sehen wir kein allzu großes Klumpenrisiko.
Quelle: Texas Instruments 10-K Filing 2025
Mit 38 Prozent liegt der Schwerpunkt deutlich auf den USA. Dahinter folgen EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) und China mit je 21 Prozent und die restlichen Staaten Asiens (außer Japan) auf 11 Prozent. Japan allein erreicht 7 Prozent und alle weiteren Länder zusammen erzielen 2 Prozent.
Nach Betrachtung der Umsatzverteilung stellen wir fest, dass der Erfolg von Texas Instruments deutlich an den analogen Halbleitern abhängt. Geografisch ist das China Exposure von 21 Prozent in einem gesunden Rahmen. Die Bereiche USA und EMEA kommen zusammen auf rund 60 Prozent Umsatzanteil.
Management Texas Instruments
Texas Instruments ist bekannt dafür, dass seine CEOs lange Amtszeiten bekommen. Seit Gründung des Unternehmens liegt die durchschnittliche Amtszeit bei fast einem Jahrzehnt.
Der aktuelle CEO Haviv Ilan ist seit 2023 und durfte den legendären CEO Rich Templeton beerben, der das Amt fast durchgehend seit 2004 innehatte.
Unter Templeton entwickelte sich Texas Instruments zu dem globalen Powerhouse für analoge und eingebettete Halbleiter, das es heute ist. In den letzten Jahren wurden über 30 Mrd. Dollar für den Ausbau der Produktionskapazitäten investiert, um nach der Umstellung auf 300mm Wafer eine höhere Nachfrage bedienen zu können.
Die für das Management wichtigste Kennzahl ist die langfristige Steigerung des Free Cashflow je Aktie.
Schauen wir auf die Entwicklung dieser für das Management so wichtigen Metrik in den letzten Jahren.

Quelle: Texas Instruments FCF je Aktie Charts
Durch die hohen Investitionen in den letzten Jahren ist der FCF je Aktie deutlich zurückgegangen und liegt aktuell bei lediglich 2,57 Dollar.
Der operative Cashflow, also der Kapitalfluss vor Abzug von Investitionen, liegt bei 7,15 Mrd. Dollar noch deutlich unter den Werten aus den Coronajahren und notiert auf dem gleichen Wert wie im Jahr 2019.
Also spiegeln sich die hohen Ausgaben noch nicht in den Cashflows wider.
Dies sollte für interessierte Investoren ein wichtiges Augenmerk in den Quartalsmeldungen der nächsten Monate und Jahre sein.
Die letzten Texas Instruments Quartalszahlen Dezember 2025
Vor ein paar Wochen verkündete Texas Instruments seine Quartalszahlen für das abgelaufene Dezember Quartal.
Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 4,42 Mrd. Dollar. Die Produktkosten stiegen dagegen um 15 Prozent, sodass ein Rohertrag von 2,47 Mrd. Dollar verblieb. Dies entsprach einer Steigerung um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Durch höhere Abschreibungen und eine Ausweitung der Kosten für Forschung und Entwicklung stieg das EBIT noch um 9 Prozent auf 1,5 Mrd. Dollar.

Quelle: Texas Instruments Quartalszahlen Dezember 2025
Der Nettogewinn fiel um 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Erlös lag bei 1,1 Mrd. Dollar.
Die Profitabilität liegt unter den Ansprüchen von Investoren und Management, allerdings lässt sich dies wie folgt erklären. Die hohen Investitionen in neue Fabriken erhöhen die Produktionskosten und drücken dadurch die Bruttomarge nach unten.
Quelle: Texas Instruments Bruttomarge Charts
Nach über 70 Prozent 2021 ist die Rohertragsmarge auf unter 60 Prozent gesunken. Die erhöhten Fixkosten können nicht durch Einsparungen in den operativen Kosten aufgefangen werden. Zudem haben die Texaner ihre hohen Capex Ausgaben durch die Aufnahme neuer Kredite finanziert, woraus sich höhere Zinsausgaben und Annuitäten ergeben.

Quelle: Quartalszahlen Pressemitteilung Texas Instruments
Außerdem zahlte Texas Instruments höhere Unternehmenssteuern (Provision for income taxes), woraus sich abschließend das niedrigere Net Income ergibt.
Für die kommenden Quartale ist eine höhere Auslastung der neuen Fabriken wichtig, um die Produktionskosten pro Stück zu reduzieren und so ein höheres Betriebsergebnis und Nettogewinn ausweisen zu können.
Texas Instruments Aktie Prognose 2026
Bei Texas Instruments sind Analysten für die kommenden Jahre optimistisch. Es wird für 2026 bis 2028 ein zweistelliges Umsatzwachstum erwartet.

Quelle: Texas Instruments Umsatz Prognose 2026
Im Durchschnitt wird ein Umsatz für das Jahr 2030 in Höhe von ca. 29 Mrd. Dollar erwartet. Dies wäre eine jährliche Steigerung um rund 8,5 Prozent. Analysten erhoffen sich eine Erholung der zyklischen Sektoren Automotive und Industrie, sowie eine Auslastung der erhöhten Kapazitäten der Amerikaner.
Für den Gewinn pro Aktie (EPS (TTM) einfach erklärt) sind Analysten für die nächsten Jahre noch optimistischer. Es werden jährliche Steigerungsraten zwischen 19 und 21 Prozent erwartet.

Quelle: Texas Instruments EPS Prognose 2026
Investoren dürften diese Wachstumsraten nach vielen Jahren der Stagnation Hoffnung machen, dass sich das Unternehmen nach den sehr guten Pandemiejahren und der darauf folgenden Konsolidierung wieder auf einem Wachstumspfad befindet.
Allerdings ist Texas Instruments auch sehr stark von zyklischen Sektoren abhängig. Sollte die Nachfrage zurückhaltend bleiben, lassen sich diese Prognosen nicht einhalten.
Texas Instruments Aktie Levermann Analyse: Wichtige Kennzahlen
Texas Instruments hat es kürzlich unter die Topscorer nach der Levermann-Strategie geschafft. Die hierfür mindestens benötigten 4 Punkte wurden genau erreicht. Inzwischen liegt die Punktzahl nur noch bei 3 Punkten, da die Kursperfomance der letzten 6 Monate keinen Punktgewinn generiert.
Dennoch ist die Zusammensetzung der Punktzahl erfreulich, da die Amerikaner ihre Punkte durch wichtige Bilanzkennzahlen erreichen und nicht ausschließlich durch technische Faktoren, die kurzfristig orientiert sind.

Quelle: Texas Instruments - Levermann-Strategie: Kennzahlen
Jeweils einen Punkt erhält die Aktie für die Eigenkapitalrendite von 30 Prozent, für die Eigenkapitalquote von 47 Prozent und für die EBIT-Marge von ca. 35 Prozent.
Alle Zahlen für sich betrachtet sind beeindruckend. Besonders die EBIT-Marge sticht für einen Low-Cost-Produzenten von Halbleitern hervor.

Quelle: Texas Instruments EBIT-Marge
Von jedem Dollar Umsatz erzielt das Unternehmen 35 Cent Betriebsgewinn. Dies spricht für eine sehr gute Kostenkontrolle auf allen Unternehmensebenen. Der Rückgang der EBIT-Marge ist dabei noch kein Grund zur Beunruhigung. Die hohen Margen in den Jahren des Chipmangels 2021-2022 sind kein dauerhafter Maßstab. Investoren sollten dennoch auf eine Stabilisierung achten.
Punktgewinne kann das Wertpapier auch für technische Faktoren erreichen. Für die Kursperformance in den 12 Monaten kommt ein weiterer Punkt auf die Habenseite.
Punktabzüge kommen hingegen für Bewertungskennzahlen. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) als auch der Durchschnittswert der letzten 5 Jahren notieren im Bereich um die 30 und sind damit weit außerhalb des positiven Korridors. Ein Wert von 12 oder weniger hätte hierfür erzielt werden müssen.
Weitere Punktgewinne erhält die Texas Instruments Aktie für ihr zuletzt gemeldetes Gewinnwachstum und die Kursreaktion am Tag der letzten Earnings.
Fassen wir den Score zusammen, dann sind besonders die Punktgewinne der ersten drei Kategorien erfreulich, da diese nachhaltiger und für die Gesamtbewertung des Unternehmens wichtiger sind als kurzfristige technische Faktoren. Die Bewertung der Aktie spricht allerdings nicht für das Unternehmen. Aber dazu kommen wir noch im Detail.
Bewertung der Texas Instruments Aktie
Die Bewertung der Texas Instruments Aktie ist trotz einer Kurskorrektur von 14 Prozent innerhalb des letzten Monats meiner Meinung nach noch nicht auf einem attraktiven Niveau angekommen.

Quelle: Texas Instruments Aktie Bewertungskennzahlen
Gehen wir die Kennzahlen mal durch. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt derzeit (auf Basis der letzten 12 Monate) bei 35; auf Basis des erwarteten Jahresgewinns 2026 bei 29. Allerdings sind darin noch keine Auswirkungen der geopolitischen Entwicklungen aus den letzten Wochen enthalten. Das Enterprise Value/Sales (EV/Sales) mit einem Faktor von 10 ist für ein kapitalintensives und zyklisches Halbleiterunternehmen deutlich erhöht. Hier lag der Durchschnittswert der letzten Jahre bei einem Faktor von 6 bis 7. Zur Erinnerung: Texas Instruments hat eigene Produktionsanlagen und diese in den letzten Jahren erheblich erweitert. Wir haben in den letzten Quartalszahlen gesehen, wie sich diese erhöhten Stückkosten auf die Profitabilität auswirken, wenn die Auslastung zu gering ist. AMD und Nvidia setzen hier auf Auftragsfertigung durch zum Beispiel TSMC und haben ein entsprechend weniger kapitalintensives Geschäftsmodell.
Texas Instruments Aktie Risiken
Die Auswirkungen des Iran-Konfliktes auf die globale Weltwirtschaft ist noch nicht absehbar und die Bewertung der Aktie im Verhältnis dazu aktuell wenig attraktiv. Die nächsten Quartalszahlen von Texas Instruments dürften Investoren Aufschluss geben, ob die erwarteten Jahresziele gehalten werden können. Einen Rückgang der Aktie auf ein Niveau von 130 bis 120 Dollar sehe ich als realistisch an. Dies entspräche einem erwarteten KGV von 18 bis 20 und wäre ein deutlich attraktiveres Einstiegsniveau.

Quelle: Texas Instruments Aktie KI-Insider
Das Management hat in den letzten Jahren große Investitionen getätigt, um auf einen starken Nachfrageanstieg vorbereitet zu sein. Sollte dieser ausbleiben, könnten die laufenden Kosten der neuen Fabriken die Margen drücken und zu einem Gewinnrückgang führen.
Die Cashflow Conversion würde sich in diesem Szenario ebenfalls verschlechtern und zu geringeren Dividendensteigerungen und geringeren Aktienrückkauf Programmen führen.
Texas Instruments Aktie in 2026 kaufen?
Ein tolles Unternehmen ist nicht immer direkt ein attraktives Investment. So lässt sich das Fazit zu Texas Instruments ziehen.
Das Unternehmen ist weltweit aktiv, verfügt über ein breites Produkt- und Kundenportfolio und ist aus der Automotive-, Industrie- und Elektronikbranche nicht wegzudenken.
Die Umstellung von 200mm auf 300mm Wafer könnte langfristig die Bruttomarge verbessern und dafür sorgen, dass die EBIT-Marge wieder in Richtung 40 Prozent steigt.
Dies könnte für die von Analysten prognostizierten Gewinnsteigerungen von rund 20 Prozent in den nächsten Jahren sorgen, allerdings wird das Unternehmen für diesen Weg noch Zeit benötigen.
Der Kurs könnte also weiter in seiner 5 jährigen Seitswärtsphase verbleiben und Investoren müssten sich mit stetigen Dividendenzahlungen zufriedengeben.
Diese werden seit vielen Jahren konstant gesteigert, sodass sich die Amerikaner im erlesenen Kreis der Dividendenaristokraten, mit über 25 jährlichen Anhebungen in Folge, befinden.

Quelle: Texas Instruments Dividende 2026
Ähnlich zurückhaltend sind die aktuellen Einstufungen der Analysten.

Quelle: Texas Instruments Kursziel von Analysten
Die Hälfte der Experten empfiehlt, die Aktie derzeit nur zu halten. Zu einem Kauf raten immerhin 36 Prozent und für einen Verkauf sprechen sich 13 Prozent aus.
Für den Bull-Case (hohe Gewinnsteigerungen und Vollauslastung der Anlagen) ist die Gesamtsituation aktuell sehr unsicher, obgleich diese in wenigen Monaten bereits anders sein kann.
Allerdings erscheint dies in der aktuellen Situation unwahrscheinlich, sodass eine neutrale Beobachtung die beste Entscheidung sein könnte.
Sollte das Management im nächsten Earningscall Ende April die Jahresprognosen bestätigen, könnten interessierte Investoren mit mehr Sicherheit eine Einstiegsposition aufbauen. Für mehr Sicherheit könnte ein EV/Sales-Alarm von 6 oder darunter eine interessante Einstiegsmöglichkeit bedeuten.
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